
Am Gate „kein Platz“ zu hören, ist kein Kulanzfall. Unfreiwillige Nichtbeförderung nach der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 löst sofort die Pauschale aus — 250 €, 400 € oder 600 € je nach Distanz — plus Ihre Wahl zwischen voller Erstattung und Umbuchung zum frühesten Zeitpunkt, auch auf einem anderen Carrier.
Die Airline muss zuerst Freiwillige suchen. Wer sich freiwillig gemeldet hat, verhandelt Vorteile; die gesetzliche Sofortpauschale gilt dann nicht automatisch. Wer ohne Zustimmung sitzen bleibt, hat den vollen gesetzlichen Anspruch.
Am Gate festhalten
- Verlangen Sie die schriftliche Bestätigung der Nichtbeförderung — die Airline schuldet sie.
- Unterscheiden Sie freiwillig und unfreiwillig: Unterschreiben Sie keinen Verzicht gegen einen Gutschein, wenn Sie unfreiwillig sind.
- Notieren Sie Flugnummer, Uhrzeit und den genannten Grund.
- Bewahren Sie die Bordkarte des nicht angetretenen Flugs und des Ersatzflugs auf.
Die Überbuchung ist die häufigste Ursache, aber nicht die einzige. Falsche Papiere oder ein zu spätes Erscheinen am Gate können den Anspruch schwächen. Technische oder kommerzielle Überbuchung nicht.
In Deutschland drei Jahre Verjährung als Orientierung; UK oft sechs; andere Foren zwei bis sechs. Compensall setzt das mit No win, no fee durch.
Mehr zum rechtlichen Rahmen: Fluggastrechte und Nachweise.
Häufige Fragen
Ist Nichtbeförderung dasselbe wie Überbuchung?
Überbuchung ist die häufigste Ursache. Nichtbeförderung kann auch aus Papieren oder Gate-Verspätung folgen — die Rechte unterscheiden sich.
Muss ich das Formular am Gate unterschreiben?
Lesen Sie es. Manche Texte verzichten auf den Geldanspruch gegen einen Gutschein.
Zählt ein Kind mit Sitz?
Ja. Jeder Passagier mit eigenem Sitz hat einen eigenen Anspruch.
Was, wenn ich freiwillig bleibe?
Dann verhandeln Sie Vorteile. Die gesetzliche Pauschale für unfreiwillige Nichtbeförderung gilt nicht automatisch.
Wer zahlt bei Codeshare?
Der ausführende Carrier auf der Bordkarte, nicht unbedingt die Marke auf dem Ticket.

