
Laut EASA (2025) nehmen ungeplante Umleitungen zu, und weniger als 20 % der Betroffenen erhalten Betreuung und Auslagen. Eine Umleitung bedeutet Landung an einem anderen als dem geplanten Flughafen. Die Verordnung (EG) Nr. 261/2004 hat kein Kapitel „Umleitung“: es zählen Verspätung zum Endziel und die Ursache.
Wann Geld fließt — und wann nur Betreuung
Bringt Sie die Umleitung zum Ziel (oder dorthin) mit drei Stunden oder mehr Verspätung und liegt die Ursache bei der Airline (vermeidbarer Defekt, Crew), stehen 250 € bis 600 € zu. Bei Sturm, Lotsenstreik oder unvorhersehbarem medizinischem Notfall entfällt oft die Pauschale — nicht Essen, Hotel und Transfer zum ursprünglichen Flughafen.
Die Gesellschaft muss Sie auf ihre Kosten zum vorgesehenen Ziel bringen. Eine Umleitung nach Hahn statt Frankfurt lässt Sie nicht den Taxi-Preis tragen.
Schwellenwert: Flugverspätung. Rahmen: Fluggastrechte.
Am Ausweichflughafen
- Bordkarten und den neuen Flugplan.
- Schriftlichen Umleitungsgrund.
- Belege für Essen, Hotel und Transfer.
- Keine Generalquittung unterschreiben.
Gibt es kein Hotel, buchen Sie etwas Angemessenes und fordern Sie es zurück. Compensall legt das mit No win, no fee in die Akte.
Häufige Fragen
Zahlt schlechtes Wetter Entschädigung?
Meist nicht. Betreuung bis zur Weiterbeförderung schon.
Die Airline weigert sich, das Hotel zu zahlen?
Buchen Sie etwas Angemessenes, heben Sie die Rechnung auf und reklamieren Sie.
Zählt eine Umleitung als Verspätung?
Ja, wenn Sie am Endziel mehr als drei Stunden später ankommen als geplant.
Wie viel Zeit habe ich?
Ein bis sechs Jahre je nach Land. In Deutschland in der Regel drei Jahre für die 261.
Ist der Ablauf derselbe wie bei einer normalen Verspätung?
Fast: Endziel, Ursache, Nachweise. Extra ist der Nachweis des Transfers zwischen den Flughäfen.
Bleiben Sie nicht am falschen Flughafen stehen
Prüfen Sie den Fall bei Compensall. Die Umleitung verwirrt; das Gesetz nicht: entweder die Pauschale, oder zumindest nach Hause und etwas zu essen.

